Aug 12 2019

auf See, Montag der

Biskaya 3. Tag auf See

auf See

es ist ca. 2:00 und ich  löse Barbara noch einmal ab. Ich bin etwas erholt, aber noch nicht ganz durch. Ein paar mal lege ich mich flach auf die Planken und sehe mir den Sternenhimmel an. Wir haben Vollmond diese Nächte und wenn es nicht allzu bedeckt ist, haben wir gute Sicht. Die See hat sich weiter beruhigt und wir machen bei 10 – 12 Kn Wind noch immer gute Fahrt. Die Sonne geht erst um 7:20 auf. Die erste Delfinschule taucht auf und beleitet mich im Morgengrauen. Schade, dass wir den Moment nicht gemeinsam erleben, aber ich lasse Barbara lieber schlafen. Wir haben ein Rest Fischernetz im Wassergenerator, aber der muss warten bis es richtig hell und Barbara an Deck ist.

Der Wind wird im Lauf des Vormittags schwächer und gegen Mittag starten wir den Motor. Dafür können wir Atem holen. Mir geht es wieder besser. Ich habe geduscht und mich rasiert. Wir sitzen im Cockpit, essen ein paar Kleinigkeiten und genehmigen uns sogar ein Glas Wein. Für kurze Zeit begleiten uns wieder ein paar Delfine und so kommt auch Barbara in den Genuss. Unser mobiles Solarpanel bringt uns zusätzlich 5A und die Batterien sind bald wieder voll. Wir wechseln die Gastlandflagge. Bald sind wir in Spanien.

 

 

Da wir für heute Abend einen neuen Tiefausläufer erwarten, mache ich uns unsere zweite Portion Hühnerfrikassee schon am Nachmittag warm. Südlich von uns wird der Himmel bereits wieder dunkler. Barbara weißt mich auf geysireartige Wasserfontänen hin und ist etwas verunsichert. Immer wieder steigen sie auf. Fünf, sechs immer an der gleichen Stelle. Wale! Die einzige sinnvolle Erklärung und das wird dann auch bestätigt als ein Walblas direkt neben uns aufsteigt und der Wal parallel zu uns auftaucht.

Der Wind nimmt wieder zu. Mittlerweile haben wir eine Routine entwickelt. Wir versuchen den anderen möglichst 3-4 Stunden schlafen zu lassen. Dennoch kommen wir wohl netto maximal auf 4-5 Stunden Schlaf pro Tag. Gegen 21:00 erreichen wir den Festlandsockel. Die Wassertiefe fällt von ca. 120 Meter in kurzer Zeit auf 4000 Meter Tiefe. Hier wird die See noch einmal richtig heftig. Es bilden sich sogar einige Kreuzseen. Es wird klar, dass die drei gedachten Tage nicht reichen werden.

ein Tag Erholung

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