Tagesarchiv für den 10. Juli 2016

Jul 10 2016

Harburg, Sonntag der

Havarie auf der Unterelbe

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Ein anstrengender, nervenaufreibender letzter Urlaubstag liegt hinter uns. Es ist wieder sehr spät geworden und die Crew weigert sich zu so später Stunde – Einlaufen in Harburg um 20:15 (Hallo) – noch Abendessen zu machen. Das wird dann jetzt leider auch zum Dauerspruch: „ab 19:00 Einlaufen bleibt die Kombüse kalt“.
Niedrigwasser in Brunsbüttel ist erst gegen 13:30. Um 12:00 sind wir in Brunsbüttel und die erste Katastrophe kommt auf uns zu. Wir wollen nur noch kurz ein paar Liter Diesel von der nächsten Tankstelle holen. Die ist aber mehrere Kilometer weg an der Hauptstraße am Ortsrand. Das kommt davon wenn man ein paar Cent sparen will und aus Protest nicht im RSV tankt. Ich brauche mit der Handkarre und drei Kanistern etwas 90Minuten um den Diesel zu besorgen – danach bin ich genervt. Das zweite Frühstück fällt aus und wir machen uns auf den Weg zur Schleuse. Vor der Schleuse warten wir heute schon mal 40Minuten. Das dann die Schleusung heute auch noch einmal eine Stunde dauert macht den Tag auch nicht besser. Langsam wird dann die Zeit bis zur letzten Brückenöffnung in Harburg knapp.
Belohnt werden wir mit recht schönem Wind auf der Unterelbe. Unter vollen Segeln gehen wir mit knapp 7Kn in eine kurze und steile Bugwelle eines Containerfrachters hinein. Das Wasser schießt über das Vorschiff und an den Aufbauten hoch. Die dritte Welle ist als wenn wir eine Bordsteinkante hoch fahren.
Es wird Zeit die Genua zu reffen. Barbara muss dazu auf das Vorschiff um eine Leine zu klarieren. Sie kniet und greift nach dem Kutterstag um sich festzuhalten. Und hat das Stag dann auch in der Hand. Der Bolzen der das Stag am Klüver hält ist glatt durchgebrochen.

Für diesen Urlaub reicht es.

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